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Schlagwort: Gesellschaft

Hoffnung auf eine bessere Zukunft: Talk-Runde im Theater

Eine Talk-Runde über Vertrauen, Zukunft und gesellschaftliche Verantwortung im Markgrafentheater Erlangen

Kann man Hoffnung neu lernen, in einer Zeit, die von Polykrisen, politischer Radikalisierung, technologischer Überforderung und ökologischer Ohnmacht geprägt ist? Diese Frage stand im Zentrum der zweiten Ausgabe des Talkformats Amt 44 am Schauspiel Erlangen, die am 16. Dezember 2025 im Markgrafentheater stattfand.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Frühjahr widmete sich das Format erneut einem Thema, das aktueller kaum sein könnte. Moderiert von Matthias Köhler, Hausregisseur und Teil der künstlerischen Leitung, ging es dabei nicht um schnelle Antworten oder moralische Eindeutigkeiten. Im Mittelpunkt stand – wie es dem Format entspricht – die richtige Frage.

Auf dem Podium trafen vier sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander:
Peter Dabrock, Theologe und Ethiker sowie ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Ethikrats;
Baro Vicenta Ra Gabbert, Autorin, Juristin und Sprecherin für sozial-ökologische Gerechtigkeit bei Greenpeace;
Vincent C. Müller, Philosoph und Humboldt-Professor für die Philosophie der Künstlichen Intelligenz;
sowie Carina Stöttner, Zukunftsforscherin und Beraterin für Führungsteams.

Peter Dabrock brachte eine ethisch-theologische Perspektive ein und verstand Hoffnung als bewusste Haltung, die auch ohne Optimismus handlungsfähig bleibt. Baro Vicenta Ra Gabbert sprach aus der Praxis des Aktivismus und zeigte, wie Hoffnung aus täglichem Engagement entsteht – insbesondere durch junge Menschen, selbst angesichts politischer Rückschläge. Vincent C. Müller öffnete einen philosophisch-technologischen Horizont, indem er für das konsequente Durchdenken von Worst-Case-Szenarien als Voraussetzung verantwortungsvoller Zukunftsgestaltung plädierte. Carina Stöttner ordnete die Beiträge aus Sicht der Zukunftsforschung ein und betonte, dass gesellschaftliche Hoffnung vor allem durch Vertrauen – in die Zukunft wie ineinander – sowie durch die mutige Kommunikation der leisen Mehrheit getragen wird.

Mehr über den Abend können Sie in der Zusammenfassung von Rezensöhnchen oder der Nürnberger Nachrichten lesen.

Fazit: eine spannende Talk-Runde mit spontanen Beiträgen und Diskussionen.

Sie möchten Carina Stöttner für eine Talk-Runde oder Rede buchen? Vereinbaren Sie ein Gespräch. Mehr über die Rednerin.

Bilder: Henrik Stelter

Impuls beim Bayerischen Tourismustag 2025

Der Bayerische Tourismustag 2025 stand ganz im Zeichen der Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Vom Reden ins Tun kommen – Kooperation als Erfolgsfaktor im Tourismus“ wurde deutlich: Nur gemeinsam gelingt es, gute Ideen in nachhaltiges Handeln zu überführen.

Carina Stöttner hielt in diesem Rahmen die Keynote „Zeitenwende? Gesellschaftswende!“ und lud dazu ein, Wandel als Chance zu begreifen – und nicht als Bedrohung. Denn je komplexer unsere Umwelt wird, desto mehr brauche es geteilte Verantwortung und neue Gemeinschaften.
In ihrer Rede ging sie den Fragen nach:
➡️ Welche gesellschaftlichen Herausforderungen müssen wir heute überwinden, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten?
➡️ Was sind die wichtigsten Säulen für Vertrauen?
➡️ Wie kann die „leise Mehrheit“ lauter werden – und warum ist das so entscheidend?
➡️ Und: Wie schaffen wir es, in Zeiten von KI und Social-Media-Bubbles wieder mehr Gemeinsamkeit statt Unterschiede zu betonen?

Praktische Beispiele aus Bayern und darüber hinaus – von der Trans Bayerwald und dem Übergangshaus Lübecküber die AzubiTopHotels bis hin zum Museumsnetzwerk Donaulimes – zeigten eindrucksvoll, wie Kooperation in der Praxis gelingt und welche Wirkung sie entfalten kann.

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Ein herzliches Dankeschön an Barbara Radomski und das gesamte BayTM-Team für die Einladung, an Moderatorin Helena Felixberger für die charmante Leitung des Tages – und an alle Teilnehmenden für die inspirierenden Gespräche.

Fotos: tourismus.bayern – Florian Trykowski