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Schlagwort: Unternehmen

Carina Stöttner gründet die Futurewise Company

Im Januar 2026 hat die Soziologin und Zukunftsforscherin Carina Stöttner die Futurewise Company gegründet. Das europaweit tätige Beratungsunternehmen unterstützt Vorstände und Führungsteams dabei, in Zeiten permanenter Unsicherheit strategisch handlungsfähig zu bleiben.

Futurewise begleitet Executive-Offsites, entwickelt Futures-Thinking-Projekte zur Erschließung neuer Wachstumsfelder und führt Strategie-Checks durch. Ziel ist es, Unternehmen Orientierung in komplexen Zukunftslagen zu geben – ohne Scheinsicherheit, aber mit klaren Entscheidungsgrundlagen.

Ausgangspunkt der Gründung sind die tiefgreifenden Umbrüche der vergangenen Jahre: Pandemie, geopolitische Konflikte, Energiekrise, Inflation und fragile Lieferketten. In diesem Umfeld, so Stöttner, reiche die Optimierung bestehender Geschäftsmodelle nicht mehr aus. Wachstum entstehe zunehmend dort, wo Unsicherheit herrsche – und genau diese Räume müssten Unternehmen strukturiert erschließen.

Mit Szenarioarbeit und Futures Thinking schafft Futurewise Entscheidungsräume, in denen mögliche Zukünfte systematisch durchdacht und strategische Optionen abgewogen werden können. Der Fokus liegt auf Resilienz als Voraussetzung für neues Wachstum – nicht als Rückzug, sondern als bewusste Öffnung für zukünftige Märkte und Geschäftsmodelle.

Investieren mit Weitblick bei der Erste Group Wien – Rede und Panel

Letzte Woche durfte ich beim großartig organisierten She Invests Event der Erste Group in Wien meine Perspektiven teilen – zuerst in einer Keynote, anschließend im Panel mit Aufsichtsrätin Caroline Kuhnert, Plattform-Expertin Christine Bachler, Vorstand Maximilian Clary und Finanzexpertin Olga Miler. Ein stark besetztes Podium, das gezeigt hat, wie relevant Zukunftsdenken und kluge Finanzentscheidungen gerade heute sind.

Hier meine wichtigsten Gedanken:

💶 Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft.
Nur weil ein Investment in der Vergangenheit erfolgreich war, heißt das noch lange nicht, dass es auch künftig funktioniert. Unser größter Denkfehler ist oft, von gestern oder heute auf morgen zu schließen. Was gestern sicher schien (Kodak lässt grüßen), kann morgen verschwinden. Und was heute gehypt wird, ist in 20 oder 30 Jahren womöglich irrelevant. Mein Tipp: das Big Picture im Auge behalten und nicht nur kurzfristigen Trends hinterherlaufen.

💶 Negativitäts-Bias überwinden.
Wenn alles düster wirkt, denken viele: „Dann gebe ich mein Geld lieber gleich aus.“ Aber was, wenn es gut wird? Wer sich verschiedene Zukunftsszenarien bewusst macht, trifft bessere Entscheidungen und ist langfristig besser abgesichert.

💶 Mehr Mut bei Technologie & faire Finanzmodelle.
Frauen sollten sich noch stärker trauen, auch technologische Trends zu durchdringen. Und: sprecht frühzeitig faire Finanzmodelle mit dem Partner ab. Wer vorgesorgt hat, kann in Krisenzeiten ruhiger bleiben, beruflich flexibler agieren und langfristig bessere Entscheidungen treffen.

💶 Der Mensch bleibt entscheidend.
Technologien können das Sparen vereinfachen, Daten analysieren und Transparenz schaffen. Aber gerade in emotionalen oder kritischen Situationen braucht es weiterhin persönliche Ansprechpartner. Wie auch im Panel diskutiert, zeigen die Daten klar: Portfolios von Kund:innen, die digitale Angebote mit persönlicher Beratung kombinieren, performen besser. Hybride Lösungen wie die App George der Erste Group, bei der man im Ernstfall auch echte Menschen vor Ort oder am Telefon erreicht, sind deshalb besonders überzeugend.

Ein bisschen schade, dass es George nur in Österreich gibt!

Die Nachlese zum Event gibt es hier.

Vielen Dank an Monika Sternathova und Lesly Alfaro für die Einladung und dieses tolle Event.

Hier das ganze Video:

Bilder: Marlena König